Beglaubigte Übersetzungen für Rechtsanwälte, Unternehmen und Privatpersonen 

Beglaubigte Übersetzungen (Deutsch-Französisch und Französisch-Deutsch)

Im internationalen Rechtsverkehr reicht häufig die „einfache“ Übersetzung eines Dokumentes nicht aus. Dies gilt insbesondere im Rahmen von grenzüberschreitenden Rechtsstreitigkeiten vor staatlichen Gerichten. Regelmäßig verlangen etwa deutsche Gerichte, dass von in einer fremden Sprache abgefassten Urkunden eine Übersetzung beigebracht wird, die von einem für Sprachübertragungen der betreffenden Art ermächtigten oder öffentlich bestellten Übersetzer angefertigt wurde (vergl. § 142 Abs. 3 ZPO).

Nach der europäischen Zustellungsverordnung VO (EG) Nr. 1393/2007 steht dem Empfänger gerichtlicher Schriftstücke für den Fall, dass das zuzustellende Schriftstück nicht in einer ihm verständlichen Sprache oder in der Amtssprache des Empfangsmitgliedstaats abgefasst ist, ein Annahmeverweigerungsrecht zu.

Es ist deswegen ratsam, bei der Einleitung eines Rechtsstreits gegen eine in Deutschland ansässige Partei vor deutschen Gerichten bereits dem verfahrenseinleitenden Schriftstück eine „beglaubigte“ Übersetzung beizufügen. Vor dem Hintergrund der Vorschrift des § 142 Abs. 3 ZPO sollten zur Vermeidung unnötiger Verfahrensverzögerungen auch sämtliche Anlagen gemeinsam mit einer „beglaubigten“ Übersetzung eingereicht werden.

Im Rahmen der Vollstreckung aus europäischen Titeln (etwa aus Europäischen Vollstreckungstiteln oder Europäischen Zahlungsbefehlen) oder ausländischen Titeln ist die Einreichung „beglaubigter“ Übersetzungen z. T. sogar zwingend (vergl. §§ 1083, 1094, 1108, 1113 ZPO).

Vor französischen Gerichten gilt nichts anderes. Die französische Zivilprozessordnung sieht in Anlehnung an die europäische Zustellungsverordnung VO (EG) Nr. 1393/2007 in Artikel 688-6 ein ausdrückliches Annahmeverweigerungsrecht des Empfängers vor, wenn das zuzustellende Schriftstück nicht in die französische Sprache übersetzt wurde. Daneben kann auch der französische Richter von den in einer fremden Sprache eingereichten Dokumenten die Beibringung einer französischen Übersetzung verlangen (Art. 232 CPC). In der Praxis beauftragen französische Gerichte in aller Regel öffentlich bestellte Übersetzer, so dass zum Zweck der Verfahrensbeschleunigung die gleichzeitige Einreichung „beglaubigter“ Übersetzungen sehr zu empfehlen ist.      

In anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist die Rechtslage ähnlich; auch dort verlangen Gerichte regelmäßig die Vorlage von „beglaubigten“ Übersetzungen.

Behörden, Banken, Notare und andere Stellen begnügen sich gleichfalls nicht mit „einfachen“ Übersetzungen, sondern machen die Bearbeitung von Anträgen in der Regel von einer Beglaubigung der vorzulegenden Übersetzungen abhängig. 

Gerichtliche Befugnis zur Erstellung beglaubigter Übersetzungen 

Ein Mitglied unseres Teams ist als vom Oberlandesgericht Dresden öffentlich bestellte und allgemein beeidigte Übersetzerin für die französische Sprache und als öffentlich bestellte und allgemein beeidigte Übersetzerin für die deutsche Sprache beim Berufungsgericht Poitiers befugt, beglaubigte Übersetzungen aus dem Französischen und ins Französische anzufertigen.  

Dank der gerichtlichen Befugnis, die Richtigkeit und Vollständigkeit einer Übersetzung und deren Übereinstimmung mit dem Originaldokument zu bescheinigen, wird eine von uns (mittels Aufbringung des nachstehend abgebildeten Stempels und des sogenannten  „Beglaubigungsvermerks“) beglaubigte Übersetzung von allen Gerichten und Behörden in deutschsprachigen und französischsprachigen Ländern anerkannt.  

Beglaubigung von Schriftstücken und Dokumenten jedweder Art

Egal, ob es sich um die Übersetzung von verfahrenseinleitenden Schriftsätzen wie Klageschriften und Ladungen zur mündlichen Gerichtsverhandlung,  Antragsschriften im einstweiligen Rechtsschutz, Rechtsmittelschriften, Urkunden, Zeugnissen, Verträgen, Vollmachten oder anderen Dokumenten handelt, wir liefern unseren Kunden die zur Einreichung bei Gerichten und Vorlage bei Behörden oder anderen Stellen benötigten beglaubigten Übersetzungen. 

Beglaubigung eigener und fremder Übersetzungen  

Die öffentliche Bestellung und allgemeine Beeidigung als Übersetzer berechtigt nicht allein zur Bescheinigung der Richtigkeit und Vollständigkeit eigens gefertigter Übersetzungen und deren Übereinstimmung mit dem Originaldokument. Grundsätzlich umfasst die gerichtliche Befugnis auch die Beglaubigung von Fremdübersetzungen.

Wie unsere Erfahrung zeigt, ist durch eine von einem nicht-professionellen Übersetzer erstellte Übersetzung jedoch kaum etwas zu gewinnen: Der sorgfältige Abgleich einer solchen Übersetzung mit dem Originaldokument ist sehr zeitaufwendig und verlangt in der Regel erhebliche Änderungen bzw. Ergänzungen; mitunter ist sogar eine Neuübersetzung des Originaltextes erforderlich.

Aus diesem Grund setzen wir für die Beglaubigung fremder Übersetzungen unseren regulären Preis für Übersetzungsleistungen in der entsprechenden Sprachkombination an.